The joy of fresh chocolate
Dreiteilige Dokumentarfilm-Serie über Herkunft, Zeit und die Menschen hinter dem Geschmack
Lebensmittelwerbung verfällt oft in eine stilisierte Kulisse: polierte Früchte, gecastete Gesichter und künstlich dramatisierte Hochglanzbilder. Für die dreiteilige Serie The Joy of Fresh Chocolate wählt Ansich den radikalen Gegenentwurf. Im Zentrum steht kein Werbeversprechen, sondern die uneitle, dokumentarische Wahrheit über den Ursprung von gutem Geschmack: echte Menschen, die an ihren realen Wirkungsorten mit Geduld, Wissen und Respekt vor der Natur arbeiten.
Der Film verzichtet bewusst auf sterile Sprecherkabinen-Texte. Stattdessen tragen die Protagonistinnen und Protagonisten die Narration selbst – in ihren eigenen Muttersprachen, mit ihren regionalen Dialekten, Denkpausen und ihrer ganz eigenen Sprachmelodie. Diese Stimmen wurden nicht für einen Werbetext geglättet, sondern spiegeln die Haltung von Menschen wider, die ihr gesamtes Leben an die Zyklen von Boden, Wetter und Ernte gekoppelt haben.
Die filmische Reise verbindet drei elementare Rohstoffe an drei realen geografischen Knotenpunkten
Kakao
Talamanca, Costa Rica
Tief in den feuchten Wäldern von Talamanca kultiviert eine indigene Bribri-Bäuerin Kakao im Einklang mit dem überlieferten Wissen ihrer Vorfahren. Die Kamera beobachtet die Pflege des Mischwalds mit der Machete, das Öffnen der frischen Schoten von Hand, den Transport auf Flussbooten und die mehrtägige Fermentation auf Bananenblättern. Eine Arbeit, die nicht von industrieller Hektik getrieben ist, sondern von generationenübergreifender Fürsorge.
Milch
Thurgau, Schweiz
Fernab von folkloristischem Alpenkitsch verortet der dritte Teil die Milchwirtschaft in der realen, fruchtbaren Kulturlandschaft des Thurgau. Der Bauer spricht im unverfälschten Dialekt über sein Selbstverständnis als Lebensmittelproduzent: über den geschlossenen Kreislauf aus Weidegras, natürlicher Düngung und gesunden Tieren, die ohne Leistungsdruck auf den Wiesen weiden. Die Qualität der Rohmilch wird hier nicht behauptet, sondern als logische Konsequenz eines nachhaltigen Kreislaufs begreifbar gemacht.
Haselnuss
Unteres Piemont, Italien
Auf den sanften Hügeln des Piemonts erzählt ein Haselnussbauer von seiner frühesten Kindheitserinnerung – als er im Alter von vier Jahren mit dem vom Grossvater geflochtenen Weidenkorb («Cavagnin») die ersten Nüsse auflas. Der Film fängt das besondere Mikroklima, die geometrischen Baumreihen im Abendlicht und die staubige, handwerkliche Selektion und Röstung ein, aus der das unverwechselbare Aroma der piemontesischen Haselnuss entsteht.
Projektübersicht
- Kunde
- Läderach
- Jahre
- 2026, 2024
- Ort
- Thurgau, Piemont, Costa Rica
- Leistungen
- Filmproduktion, Kamera, Schnitt, Kreation
- Partner & Mitwirkende
-
- Matthias Kappeler · Kamera
- Nicolas Burri · Assistent